Sepp Puchinger Promenade, 3500 Krems/Stein

Sternfahrt Pöchlarn 2016

Jeder Webmaster eines Sportvereines weiß: es ist schwer, den Aktiven beizubringen Bilder und Texte ihrer Aktivitäten zu entlocken. Normalerweise ist es besser gleich selber mitzumachen, damit man ordentlich berichten kann. Wenn es dann vorkommt aber, dass gleich 2 Berichte zum selben Ereignis einlangen  – was tun? Die Chefredaktion hat hier entschieden, beide Berichte im Original (beinahe ungekürzt) wiederzugeben, zumal hier einerseits aus der Sicht des Frauen 4ers, andererseits aus der Perspektive des Mix 2ers geschrieben wurde.

Mit Novizin nach Pöchlarn geschleust

Wer hätte es gewußt: Ein Frauenvierer und ein jugendlicher Mixed Doppelzweier auf fünfstündigem Kurs von Wallsee nach Pöchlarn, ein Boot im Dauerquatschmodus – auf welches tippt man? Richtig, Georg und Laura gaben die Richtung phonetisch vor, gefolgt von einem Schweigemarsch der Damen. Was so eifrig besprochen wurde, kann nur gemutmaßt werden: allgemeine Richtungsentscheidungen, Nahrungsaufnahme und -abgabezeiten, Verteilung von Steuerverantwortlichkeit, Interpretation des Vokabels „streichen“, Vergleich der Sattelfestigkeit in den Nibelungensagen…. wir werden es nie erfahren.

Spannend war die Fahrt für alle Beteiligten, insbesondere für Julia, die ihre allererste Sternfahrt absolvierte. Dabei kam sie nach dem Panorama von Grein und dem gefürchteten Hößgang nicht nur durch die beregnete Ödnis des Persenbeugener Stauraumes (O-Ton Maria: „Wie lange noch?“), sondern auch in den Genuß der Luxusvariante einer Schleusung. Die zwei Steiner Boote mußten sich die Schleuse nur mit einem Ister Linz Männer Doppelfünfer teilen! (Genüßlich wurde an diesem Punkt der Fahrt noch einmal gemeinsam theoretisches Wissen gegen praktisches Unvermögen zum Thema „Streichen“ verglichen.) Von Ybbs ging es dann fürwahr bergab, vor allem mit der Moral. So hörte man auch aus dem Doppelzweier schon bald beredtes Schweigen.

Der Held des Tages war jedenfalls Walter, der nicht vielleicht seine stöhnenden Bandscheiben zu Hause in Watte und Voltarenorgien packte, sondern seinen Samstag dem Taxidienst der SternfahrerInnen opferte. Dabei lüftete er die Bandscheiben auch noch am Rad von Pöchlarn bis Grein und retour um kritische Blicke und Blitzlichtgewitter auf die rudernden Schutzbefohlenen zu werfen (Beweise anbei).

Fazit: 11. Platz bei über 140 TeilnehmerInnen und durchwachsenem Wetter, der Sportsgeist überwog die ächzenden Gesäßmuskeln.

Barbara P.

Auf Sternfahrt durch den Struden- und Nibelungengau

Gut gelaunt und voll bepackt machten sich die Mitglieder des Steiner Ruder Clubs am 23. April 2016 auf zur ersten Sternfahrt in der heurigen Rudersaison. Barbara, Maria, Julia, Ingrid, Laura  und Georg haben sich die Strecke von Wallsee bis Pöchlarn vorgenommen, die durch den wildromantischen Strudengau und den sagenumwobenen Nibelungengau führt. Unterstützt wurden sie beim Transport der Boote nach Wallsee von Walter (Vielen Dank!), der den Aufenthalt für einen ausgedehnten Rennrad-Ausflug nutzte. 

Am Weg gab es für die Teams im Doppel-Vierer „Favianis“ und Doppel-Zweier „Ernst Ohmeyer“ jede Menge zu sehen und zu erleben, wodurch die knapp 50 km lange Strecke fast wie im Flug verging. Highlights waren die Passage von Grein, wo ein kurzer Fotostopp eingelegt wurde, die Insel Wörth, die die Donau in zwei Einbahnstraßen teilt und natürlich die Schleusung in Ybbs-Persenbeug, die mit Bravur gemeistert wurde. 

Kurz bevor das angenehme Ruderwetter in Regen umschlug, war das Sternfahrt-Ziel Pöchlarn erreicht und die Freunde vom Union Ruderverein Pöchlarn ließen es sich nicht nehmen mit jeder Menge Köstlichkeiten vom Grill und aus der Backstube aufzuwarten. Nach einem speziellen Punkteschlüssel (3 Punkte für stromauf geruderte Kilometer bzw. 2 Punkte für stromab geruderte Kilometer, jeweils pro Teilnehmer) wurden die Tagessieger gekürt. Der erste Platz ging an den Wiener Ruderverein Donauhort, der auch Gastgeber der nächsten Sternfahrt am 4. Juni 2016 sein wird. Vielleicht ein guter Ansporn für alle Ruderer im Steiner Ruder Club dabei stark vertreten zu sein und als große Gruppe die 70 km nach Wien zurückzulegen…

Georg M.